XR & Virtual Production

Virtual-Production-Budget planen: die Posten neben dem Drehtag

Die Frage im Erstgespräch lautet fast immer „Was kostet ein Drehtag bei Ihnen?”. Die Antwort steht bei uns öffentlich auf der Preisseite, und sie beantwortet trotzdem nicht die Frage, die eigentlich dahintersteckt: Was kostet der fertige Film? Der Drehtag ist der am leichtesten kalkulierbare Posten eines Budgets, aber selten der größte.

Dieser Leitfaden zeigt, aus welchen Blöcken ein Virtual-Production-Budget besteht, welche davon beim klassischen Dreh zusätzlich anfallen und woran Sie zwei Angebote überhaupt vergleichbar machen.

Der Drehtag: der kalkulierbare Teil

Bei uns liegt er offen: Dry Hire ab 1.450 Euro pro halbem Tag, Studio mit Operator ab 2.500 Euro pro Tag, das mobile Set-up ab 4.500 Euro pro Tag zzgl. Anfahrt, alle Preise netto. Was in jedem Tagessatz enthalten ist, von der kalibrierten 35-m²-Wand über Kameratracking bis zur Set-Bibliothek, steht im Detail unter LED-Studio mieten.

Der eigentliche Preishebel an dieser Stelle ist nicht die Technik, sondern die Frage, wie viel Sie selbst mitbringen. Wer Kamera, Licht und Crew stellt, bucht Dry Hire. Wer nur die Idee mitbringt, den Full Service.

Die Blöcke davor und danach

Konzept und Drehbuch. Was auf der Wand zu sehen sein soll, muss vor dem Drehtag feststehen, weil die Umgebung Vorlauf hat. Das ist der Unterschied zum Locationdreh, wo man vor Ort noch improvisieren kann. Der Aufwand hängt daran, ob Sie ein fertiges Skript liefern oder wir es entwickeln.

Die virtuelle Umgebung. Starten Sie aus unserer Set-Bibliothek, entstehen keine Vorlaufkosten. Soll Ihre Produktionshalle, Ihr Produkt oder Ihre Markenwelt als eigenes Set entstehen, ist das eine einmalige Position, die sich ab der zweiten Produktion rechnet. Liegen die Daten bereits als CAD- oder BIM-Modell vor, verkürzt das den Weg deutlich, wie im Beitrag Vom CAD-Modell zur Filmkulisse beschrieben.

Crew und Cast. Je nach Modell im Tagessatz enthalten oder eigene Position: Kamera, Licht, Ton, Regie, Maske, dazu Sprecher oder Darsteller.

Postproduktion. Schnitt, Farbkorrektur, Ton, Musik, Grafik und Untertitel. In vielen Projekten ist das nach dem Dreh der größte Block. Virtual Production verkleinert ihn spürbar, weil Keying, Rotoskopie und Hintergrundintegration entfallen: Der Look ist bereits in der Kamera fertig.

Fassungen und Ausspielwege. Hier wachsen Budgets am unauffälligsten. Ein Film ist selten ein Film, sondern eine Langfassung, ein Social-Schnitt, ein Messeloop, oft in zwei Sprachen. Wer das von Anfang an mitkalkuliert, zahlt weniger, als wer es nachbestellt.

Was gar nicht erst im Budget steht

Der ehrlichste Vergleich entsteht dort, wo Posten verschwinden: Reisekosten und Übernachtungen für das Team, Locationmieten, Drehgenehmigungen, Sperrzeiten im laufenden Betrieb und die stille Reserve für einen Regentag. Ein Motivwechsel dauert im Studio Minuten statt eines Umzugstages. Welche Hebel das konkret sind, rechnet So senkt Virtual Production die Drehkosten durch, mit Ihren eigenen Zahlen im Drehtag-Rechner.

Vier Fragen, die Angebote vergleichbar machen

  1. Wie ist ein Drehtag definiert? Stunden, Überstundenregelung, Auf- und Abbauzeit.
  2. Wer stellt Kamera, Licht und Crew? Derselbe Tagessatz kann alles oder fast nichts davon enthalten.
  3. Ist die Umgebung enthalten oder wird sie gebaut? Bibliotheksset und Individualbau sind zwei völlig verschiedene Positionen.
  4. Wie viele Fassungen und Formate sind eingerechnet? Eine Zahl im Angebot spart später eine Diskussion.

Unterschiedliche Antworten auf diese vier Fragen erklären fast jede Preisdifferenz zwischen zwei Angeboten.

Und wann es sich nicht lohnt

Wenn Sie genau ein reales Motiv brauchen, das ohnehin vor der Tür liegt, drehen Sie dort günstiger, und das sagen wir Ihnen auch. Sobald mehrere Locations, Reisewege, Genehmigungen oder Wetterrisiko dazukommen, kippt die Rechnung zugunsten des Studios. Für Unternehmen aus Erlangen, Nürnberg und Fürth kommt hinzu, dass die Anfahrt zur Stage in der Gundstraße kein Reisebudget ist, sondern eine Autofahrt.

Kurz gesagt: Der Drehtag ist der einzige Posten, den Sie vorab im Internet nachlesen können. Alles andere entscheidet sich an vier Fragen, die Sie vor dem ersten Angebot stellen sollten.

Den vollständigen Überblick über Stage, Ablauf und Buchung gibt Virtual Production Studio Deutschland, alle Tagessätze stehen auf der Preisseite. Ein Angebot erhalten Sie nach einem kostenlosen 15-Minuten-Tech-Briefing innerhalb von 24 Stunden, fragen Sie einfach Ihre Verfügbarkeit an.

Häufige Fragen

Gut zu wissen.

Was kostet ein Virtual-Production-Drehtag?

Dry Hire ab 1.450 Euro pro halbem Tag, Studio mit unserem LED-/Tracking-Operator ab 2.500 Euro pro Tag, das mobile Set-up ab 4.500 Euro pro Tag zzgl. Anfahrt. Alle Preise netto. Die vollständige Liste mit Leistungsumfang steht auf der Preisseite.

Warum ist der Drehtag nicht das Gesamtbudget?

Weil vor und nach ihm gearbeitet wird: Konzept, Aufbereitung der virtuellen Umgebung, Schnitt, Ton, Grafik und die Fassungen für die einzelnen Kanäle. Der Drehtag ist der am besten kalkulierbare Block, aber selten der größte.

Ist die virtuelle Umgebung im Studiopreis enthalten?

Umgebungen aus unserer Set-Bibliothek nutzen Sie ohne zusätzliche Vorlaufkosten. Eine eigens gebaute Marken-, Produkt- oder Werksumgebung ist eine einmalige Position im Budget und ab der zweiten Produktion wiederverwendbar.

Wie mache ich zwei Angebote vergleichbar?

Über vier Fragen: Wie lang ist ein Drehtag definiert, wer stellt Kamera, Licht und Crew, ist die virtuelle Umgebung enthalten oder wird sie gebaut, und wie viele Schnittfassungen und Formate sind eingerechnet. Unterschiedliche Antworten erklären fast jede Preisdifferenz.

Wann lohnt sich Virtual Production budgetär nicht?

Wenn Sie genau ein reales Motiv brauchen, das ohnehin vor der Tür liegt. Dann drehen Sie dort günstiger. Sobald mehrere Locations, Reisekosten, Genehmigungen oder Wetterrisiko im Spiel sind, dreht sich die Rechnung.

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