XR & Virtual Production

5 Locations an einem Drehtag: So senkt Virtual Production die Kosten

Wer online nach den Kosten von Virtual Production sucht, landet erstaunlich schnell bei Preisen für LED-Panels pro Quadratmeter. Das ist die Antwort auf eine Frage, die kaum jemand stellt. Die eigentliche Frage lautet: Was kostet mein Drehtag, und was spare ich, wenn ich ihn im LED-Studio drehe statt an fünf Locations?

Dieser Artikel beantwortet genau das: Wo die Kosten eines Drehs wirklich entstehen, an welchen Stellen Virtual Production ansetzt, und wo sie es ausdrücklich nicht tut.

Wo das Geld beim klassischen Dreh tatsächlich hingeht

Die Kamera ist selten der teuerste Posten. Teuer wird ein Dreh durch alles rundherum:

  • Anreise und Übernachtung. Sobald ein Team überregional unterwegs ist, kostet jeder zusätzliche Drehort Fahrzeit, Spesen und Hotelnächte, für jedes Crewmitglied einzeln.
  • Umbau- und Wegezeiten. Zwischen zwei Locations vergehen leicht zwei bis drei Stunden, in denen niemand dreht, aber alle bezahlt werden. Bei mehreren Motiven summiert sich das zu einem halben Drehtag.
  • Genehmigungen und Locationmieten. Werkshalle, Innenstadt, Firmengelände: jeweils eigene Absprachen, eigene Auflagen, eigene Kosten.
  • Setbau. Eine gebaute Kulisse wird einmal aufgebaut, einmal abgerissen und ist danach weg.
  • Wetterrisiko. Außendrehs brauchen eine Rückstellung für Ersatztermine. Dieser Posten taucht in keinem Angebot auf und schlägt trotzdem regelmäßig zu.

Auffällig: Fast keiner dieser Posten hat mit Bildqualität zu tun. Es sind Logistikkosten.

Der Hebel: Die Location reist, nicht das Team

Genau dort setzt Virtual Production an. Auf der LED-Wand steht die Umgebung als Echtzeit-Szene bereit. Ein Motivwechsel ist kein Ortswechsel mehr, sondern ein Szenenwechsel, technisch eine Sache von Minuten statt eines halben Tages.

Praktisch heißt das: Wüste am Vormittag, Werkshalle nach der Kaffeepause, Skyline bei Sonnenuntergang am Nachmittag, an einem Ort, mit einem Team, an einem Tag. Die Anfahrt fällt einmal an. Genehmigungen entfallen. Und weil die Umgebung digital ist, ist der Sonnenuntergang planbar, statt vom Wetter abzuhängen.

Der zweite, oft unterschätzte Effekt: Was in der Kamera entsteht, ist bereits das fertige Bild. In-Camera VFX verschiebt nicht nur Arbeit von der Post an den Set-Tag, es macht Korrekturschleifen überflüssig, die beim Greenscreen erst Wochen später auffallen. Wie das technisch funktioniert, erklären wir unter Die LED-Wand erklärt und im Vergleich In-Camera VFX vs. Greenscreen.

Ab wann rechnet es sich, und wann nicht?

Ehrlicherweise: Virtual Production ist kein Sparmodell für jeden Dreh. Ein Interview vor einer weißen Wand wird im Studio nicht günstiger.

Es rechnet sich, wenn:

  • Ihr Projekt mehrere unterschiedliche Motive braucht,
  • die Crew oder Ihre Ansprechpartner sonst reisen müssten,
  • Motive nicht real verfügbar sind (Werkshalle im Betrieb, Auslandskulisse, noch nicht gebautes Produkt),
  • der Dreh wetterunabhängig planbar sein muss,
  • oder Sie aus einem Drehtag mehrere Formate ziehen wollen, Imagefilm, Social-Cutdowns, Recruiting-Clips.

Es rechnet sich nicht, wenn Sie ein einziges, real vorhandenes Motiv haben, das ohnehin vor der Haustür liegt. Dann drehen Sie dort, und wir sagen Ihnen das auch.

Ein Vorlauf gehört dazu: Die virtuellen Umgebungen müssen vorbereitet und abgestimmt sein. Dieser Aufwand wandert vom Drehtag in die Vorproduktion. Das ist kein Nachteil, aber eine Planungsgröße.

Rechnen Sie Ihr Projekt selbst durch

Statt pauschaler Versprechen: Stellen Sie im Drehtag-Rechner Ihre Drehtage, Anzahl der Motive, Crew-Anreise und Wetterabhängigkeit ein. Der Rechner stellt einen klassischen Locationdreh einer Produktion im XR-Studio gegenüber und schlüsselt alle Annahmen offen auf, transparent, mit Branchenwerten, ohne versteckte Posten.

Der regionale Faktor

Unser Studio steht in Erlangen in der Metropolregion Nürnberg. Für Unternehmen aus Mittelfranken, Bayern und Baden-Württemberg bedeutet das kurze Wege zu einer Technik, deren nächste Adressen sonst meist Berlin, Hamburg oder Köln heißen, und damit einen Reisekostenposten, der schon vor dem ersten Drehtag anfällt. Muss der Dreh umgekehrt an Ihren Standort, ist unser mobiles Set-up deutschlandweit verfügbar. Was sich wann rechnet, vergleicht Mobile LED-Wand vs. festes Studio.

Kurz gesagt: Virtual Production spart nicht an der Kamera, sondern an Reise, Umbau, Genehmigungen und Wetterrisiko. Je mehr Motive Ihr Projekt braucht, desto deutlicher.

Verfügbarkeit anfragen: Schildern Sie uns Ihr Projekt, wir sagen Ihnen offen, ob sich ein Drehtag im LED-Studio für Sie rechnet, und schicken Ihnen ein Festpreis-Angebot. Jetzt Kontakt aufnehmen.

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