Die AOK brauchte für einen Messeauftritt Bewegungsvideos: Nordic Walking, Fitnessübungen, Trainerinnen und Trainer draußen im Grünen. Gedreht werden musste im Winter, fertig sein sollte alles drei Wochen nach der Anfrage. Also kam der Sommerwald zu uns ins Studio, auf die LED-Wand und als echter Weg aus Rindenmulch davor.
Bewegungsvideos leben vom Draußen. Wer Nordic Walking zeigt, zeigt Wald, Licht und Weg, nicht eine Turnhalle. Der Messetermin stand, der Kalender zeigte Winter, und zwischen Anfrage und fertigem Film lagen drei Wochen. Keine Zeit für Wetterfenster, keine Zeit für eine Location-Suche mit Plan B.
Kahle Bäume, graues Licht, nasser Boden: Was draußen zu sehen gewesen wäre, hätte auf einer Messe im Frühjahr falsch gewirkt.
Von der Anfrage über Konzept, Setbau und Dreh bis zur Fertigstellung. Jeder Tag Wetterrisiko wäre ein Tag zu viel gewesen.
Haltung, Stockeinsatz, Schrittfolge: Bewegungsvideos müssen aus mehreren Blickwinkeln lesbar sein, sonst lernt niemand daraus.
Die Clips laufen auf einem Stand neben echten Menschen. Ein Hintergrund, der flackert oder flach wirkt, fällt dort sofort auf.
Der Wald kam als Echtzeit-Umgebung auf die 35 m² LED-Wand: sommerliches Laub, Lichtstimmung am Nachmittag, Tiefe durch Kameratracking. Davor baute CreativeCinema das Set, auf dem tatsächlich gelaufen wurde: ein geschwungener Weg aus Hackschnitzeln und Rindenmulch, Rasenflächen, Bepflanzung und Totholz am Rand. Wo Schuhe und Stöcke den Boden berühren, muss der Boden echt sein, sonst glaubt das Auge auch den Rest nicht.
Gedreht wurde an zwei Tagen mit drei Kameras: eine Totale für den Bewegungsablauf, eine Halbnahe für Haltung und Ansprache, eine Detailkamera für Füße, Hände und Stöcke. So entsteht jede Übung in einem Durchgang aus allen Blickwinkeln, ohne dass die Trainerinnen und Trainer dieselbe Sequenz dreimal laufen müssen.
Die Kulisse selbst blieb über beide Tage stehen. Für den Wechsel zwischen Nordic Walking, Übungen mit dem Fitnessband und Hanteltraining wurde nichts umgebaut, nur die Position auf dem Weg geändert und die Lichtstimmung auf der Wand angepasst. Das ist der Unterschied zu einem Außendreh, bei dem jede Umstellung eine Fahrt, neues Licht und neues Wetter bedeutet.
Setbau, virtuelle Umgebung, Dreh und Fertigstellung lagen in einer Hand. Bei drei Wochen Gesamtlaufzeit ist das kein Komfort, sondern die Voraussetzung: Es gab keine Schnittstelle, an der ein Tag hätte verloren gehen können.
Ein Außendreh im Sommerwald wäre im Winter schlicht nicht möglich gewesen. Die Alternative hätte geheißen: warten bis Mai, oder mit einer Kulisse zur Messe fahren, die nicht zum Thema passt.
Im Studio sah die Planung so aus: Konzept und Freigabe der Umgebung in der ersten Woche, Setbau und Dreh in der zweiten, Schnitt und Fertigstellung in der dritten. Zwei Drehtage, kein Ausweichtermin, kein Wetterbericht im Kalender.
Die Trainerinnen und Trainer kamen für zwei Tage nach Erlangen, zwanzig Minuten von Nürnberg. Angereist ist niemand in einen Wald, der im Februar keiner gewesen wäre.
Und die Kulisse bleibt. Wer in einem Jahr eine neue Übungsreihe braucht, dreht sie im selben Sommerwald, ohne dass jemand nach dem Wetter fragt.
Wer im Juni eine einzelne Übung dreht und einen Park vor der Tür hat, braucht kein Studio. Der Studioweg rechnet sich, wenn mehrere Bedingungen zusammenkommen: ein fester Termin, eine Jahreszeit oder ein Ort, der gerade nicht verfügbar ist, mehrere Übungen oder Formate an einem Stück, und ein Bild, das später wiederverwendet werden soll.
Hier lagen alle vier vor. Wenn Sie unsicher sind, auf welcher Seite Ihr Vorhaben liegt, sagen wir es Ihnen vor dem Angebot.
Erzählen Sie uns von Thema, Termin und Umgebung. Wir sagen Ihnen offen, ob sich der Studioweg für Sie rechnet, und schicken das Angebot innerhalb von 24 Stunden.
Mehr zur Technik: Virtual Production Studio und LED-Studio mieten.
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